Wissenswertes

Nützliche Infos rund um das Thema Sprecherpreise

Bei allen dargestellten Preisen handelt es sich...

  • um Netto-Gagen
  • um reine Sprechergagen ohne Studiokosten
  • um Gagen für die deutsche Sprache und den deutschen Markt.
    Fremdsprachen oder ausländische Märkte sind unter dem Punkt ANDERE SPRACHEN & LÄNDER zu finden.
  • um konservative Orientierungshilfen renommierter Gagenlisten.
    Nicht wenige Sprecher:innen gestalten Ihre Gagen auch oberhalb der hier genannten Preise.

Fachchinesisch?!

Was ist ein Patronat? Eine Allonge? Ein Cut-Down? Ein Motiv? ...
Oft macht die genaue Definitionen eines Begriffs einen Unterschied.
Erklärungen der wichtigsten Begriffe aus der Sprecherwelt, sowie weiterführende Links zu umfangreichen Online-Glossaren gibt es hier:

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Warum wurde diese Webseite ins Leben gerufen?

sprecherpreise.de gestaltet keine eigenen Gagen. Wir benennen Branchenstandards, indem wir die etablierten Preislisten, die bei der täglichen Arbeit angewendet werden, zitieren.

Unsere Motivation, diese Seite zu betreiben, liegt darin, die gängigen Gagenlisten so verständlich wie möglich zu erklären und redaktionell aufzuarbeiten, denn wir glauben, dass eine hohe Transparenz bei der Preisgestaltung dabei hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Aus diesem Grund ermutigen wir Sprecherinnen und Sprecher, bei der Gagengestaltung auf sprecherpreise.de zu verweisen.

Mitunter sind Sprechergagen aus Unwissenheit unrealistisch kalkuliert, was zu unglücklichen Kompromissen zwingt. Schließlich geht es bei der Wahl der richtigen Stimme um eine der produktionsprägendsten Entscheidungen. Renommierte Sprecher:innen, deren Stimmen Produktionen veredeln und damit merklich aufwerten, konkurrieren meist nicht über den Preis, sondern wollen mit ihrer Stimme überzeugen.

Alle Sprecher:innen gestalten letztlich freiberuflich ihre eigenen Gagen. Dennoch geben Kalkulationen, die auf Basis der hier zitierten Gagenlisten entstehen, dem Auftraggeber die Gewissheit, die perfekte Wunschstimme mit einem seriösen Angebot anfragen zu können.

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Wie entstehen die Preislisten?
Wissenswertes über die GDS, die VDS-Gagenliste und weitere Preislisten

Die eine, große und alle Projekte abdeckende Preisliste, die darüber hinaus von allen Seiten akzeptiert wird, gibt es nicht. Dafür ist der Markt rund um das professionelle Sprechen zu heterogen. Aber es haben sich im Laufe der Jahre durchaus in den jeweiligen Marktsegmenten gewisse Branchenstandards etabliert. Sprecher:innen und Auftraggeber:innen sind heutzutage über Verbände, Foren etc. sehr gut vernetzt und können somit von der Erfahrung ihrer Kolleg:innen profitieren sowie Preisanfragen und Preisangebote besser einordnen.

In einigen Branchen haben sich darüber hinaus durch die tägliche Arbeit zwischen Sprecher:innen und Studios über die Jahre schriftliche Listen entwickelt, die nach und nach weiterentwickelt wurden, zusammengewachsen sind und durch ihren permanenten Abgleich mit der Praxis durchaus als 'allgemein etabliert' bezeichnet werden können.


GDS - Gagenliste Deutscher Sprecher:innen

Im Bereich der Werbung und werbenahen Aufträge hat sich die 'GAGENLISTE DEUTSCHER SPRECHER:INNEN' (GDS) als eine sehr realistische Orientierung etabliert. Die erste Version der GDS ist im Dezember 2014 veröffentlicht worden. Davor gab es verschiedene regional etablierte Listen, wie zum Beispiel die sogenannte 'HAMBURGER LISTE', (obwohl sie nicht nur in Hamburg zur Anwendung kam). Die GDS wird als Nachfolger der Hamburger Liste gesehen und genießt mittlerweile deutschlandweit sowohl auf Sprecher- als auch auf Auftraggeberseite den Ruf einer sehr verlässlichen Kalkulationshilfe.


VDS-Gagenliste

Der Verband Deutscher Sprecher:innen (VDS) beobachtet ebenfalls seit Jahrzehnten, wie sich Sprechergagen und verschiedene Lizenz- und Auswertungsformen weiterentwickeln. Diese Beobachtungen veröffentlicht er als einen sogenannten 'Gagenkompass' in seiner 'VDS-GAGENLSITE', die sich ebenfalls als sehr zuverlässige Orientierung nicht nur für Werbegagen, sondern in allen Genres etabliert hat.

In den wenigen Punkten, in denen sich die beiden Listen maßgeblich unterscheiden, haben wir uns erlaubt, die Gagenempfehlungen beider Listen gegenüber zu stellen, um dem Benutzer unserer Seite einen möglichst guten Überblick zu verschaffen.


Viele Marktteilnehmer - weitere Gagenlisten

Natürlich gibt es über die GDS und die VDS-Gagenliste hinaus noch viele weitere Preislisten. Nicht selten veröffentlichen einzene Sprecher:innen, Agenturen oder Serviceportale ihre eigene individualisierte Gagenliste - teilweise mit realistischen Zahlen, teilweise mit kaum erzielbaren hochpreisigen Wunschgagen, mitunter aber auch mit waghalsig unterpreisigen Dumpingambitionen fernab der Premium-Stimmen.

Wir haben uns auf sprecherpreise.de ganz bewusst dazu entschieden, grundsätzlich keine Preisempfehlungen von profitorientiert arbeitenden Firmen oder Personen zu zitieren, sondern ausschließlich die offiziellen Listen der Verbände, da diese die größte Akzeptanz genießen und den Markt sehr realistisch abbilden.

Bei allen in den Listen aufgeführten Preisen handelt es sich um reine Netto-Sprechergagen ohne Studiokosten. Wir behalten uns vor, auf unseren Seiten der Übersicht halber nur auszugsweise aus den Listen zu zitieren. Wer zu den einzelnen Posten detailliere Informationen wünscht, vor allem, wenn es um Definitionen und Auslegungen einiger Begriffe geht, dem empfehlen wir die zusätzliche Lektüre der jeweiligen Originalliste, die wir auf den einzelnen Gagen-Seiten verlinkt haben.

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Inflation und Preisentwicklung bei Sprechergagen


Die positiven und negativen Effekte etablierter Gagenlisten

Die Planungssicherheit, die die etablierten Gagenlisten bei Kalkulationen bieten, ist für die Auftraggeberseite sehr wertvoll. Auch für die Sprecherseite sind die Listen von Vorteil, schützen sie doch recht gut vor einer Erosion der Gagen. Gleichzeitig haben die Listen aber auch einen negativen Effekt, da ihre hohe Akzeptanz dazu führt, dass sie das Preisniveau konservieren und sich die Gagen kaum noch weiterentwickeln. Das ist vor allem problematisch, wenn man die Inflation, also die allgemeine Teuerungsrate, betrachtet.


Sinkende Realgagen

Ende 2014 wurden die GDS-Preise erfasst und mit der Liste herausgegeben. Seitdem haben sich vor allem die Werbegagen kaum noch entwickelt, was sich auch in den Erhebungen der VDS-Gagenliste niederschlägt. Legt man das von der EZB gesetzte Inflationsziel von 2% pro Jahr als Richtwert zu Grunde, ist in den 8 Jahren (2014 bis 2022) durch einfrierenden Nebeneffekt der Liste in der Werbung ein Geldwertverlust von knapp 18% entstanden, Zinseszins miteinberechnet. Die Realgage - also der Wert der Gage - ist damit faktisch gesunken.

Um das Gagenniveau zu halten, müssten sich die Sprechergagen nominal um ca 2% pro Jahr erhöhen. Folgende Rechnung zeigt, wie eine gesunde Gagenentwicklung über die Jahre ausgesehen hätte:

Rechnerische Inflationsbereinigung von 2% pro Jahr bei einer 'TV-Spot national' Gage:

  • TV-Spot-Gage - Ende 2014 → 600 Euro (Datum der Erhebung)
  • TV-Spot-Gage - Ende 2015 → 612 Euro
  • TV-Spot-Gage - Ende 2016 → 624 Euro
  • TV-Spot-Gage - Ende 2017 → 637 Euro
  • TV-Spot-Gage - Ende 2018 → 650 Euro
  • TV-Spot-Gage - Ende 2019 → 663 Euro
  • TV-Spot-Gage - Ende 2020 → 676 Euro
  • TV-Spot-Gage - Ende 2021 → 690 Euro
  • TV-Spot-Gage - Ende 2022 → 704 Euro

Die Rechnung zeigt: Die Nominalgage müsste um knapp 18% von 600 Etwa auf etwa 700 Euro steigen. Erst dadurch würde sich die Realgage – also ihre Kaufkraft - halten. Durch den oben beschriebenen Effekt der konservierenden Wirkung der Gagenlisten passiert das allerdings nicht - zum Missmut vieler Sprecherinnen und Sprecher, die immer energischer fordern die Gagenlisten anzupassen.


Wieso werden die Gagen nicht an die Inflation angepasst?

Die entscheidende Frage lautet: "Wer kann die Gagen anpassen?"

Die etablierten Listen können in ihrer jetzigen Form nicht marktgestaltend sondern nur marktabbildend auftreten. Das heißt, die Gagen für das professionelle Sprechen werden nicht von den herausgegebenen Listen, sondern letztlich von allen Teilnehmern:innen nach den Regeln des freien Marktes geprägt. Jedes Verhandlungsergebnis oberhalb der aufgeführten Gagen rechtfertigt eine Anhebung der dargestellten Preise in den Listen - jeder eingeräumte Rabatt das Gegenteil.

Dabei gibt die aktuell überdurchschnittlich hohe Inflation (Stand 2022) generell gute Argumente für eine Gestaltung der Preise oberhalb der hier zitierten Gagen. Vor allem bei den Werbegagen kann auf die vielen 'Nullrunden-Jahre' seit 2014 verwiesen werden, und von Sprecherseite selbstbewusst eine angehobene Gage gefordert werden.

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Sind Rabatte branchenüblich?

Da es durchaus zum sportlichen Ehrgeiz mancher Auftraggeber zählt, bei Verhandlungen grundsätzlich einen möglichst hohen Rabatt 'herauszuschlagen', erlebt jeder freiberufliche Sprecher oder Sprecherin im Arbeitsalltag eben diese Art Anfragen. Dabei sei generell betont, dass durch die auf sprecherpreise.de zitierten Zahlen keine unrealistischen Phantasiepreise, sondern marktübliche Gagen genannt werden, die sowohl für Newcomer als auch für sehr renommierte Profis als gute Orientierung dienen und in ihrer Höhe durchaus gerechtfertigt sind.

Mitunter kann eine Rabattanfrage jedoch begründet sein, stellt aber immer eine Abwägung dar: So hat jedes Entgegenkommen auch einen prägenden Charakter, sowohl dem Auftraggeber gegenüber, der einen einmal gewährten Rabatt auch zukünftig erwarten wird, als auch dem Gagenniveau des gesamten Marktes gegenüber, welches mit jedem unterpreisigen Angebot ein wenig erodiert.

Ein Rabatt sollte also nur im klar begründeten Einzelfall angesetzt werden und eine Ausnahme bleiben.


Mengenrabatte

Nicht selten wird als Rechtfertigung für einen (Mengen-)Rabatt ein hohes zu erwartendes Auftragsvolumen in Aussicht gestellt . Leider zeigt die Praxis, dass diese Versprechungen häufig nicht Realität werden. Es empfiehlt sich also, einen Mengenrabatt – wenn eingeräumt – immer so zu gestalten, dass er nur bei tatsächlich abgerufener Menge greift. Zudem bieten die Gagenlisten attraktive Pakete, mit denen man dem Rabatt-Wunsch des Auftraggebers, entgegenkommen kann.


Sprechergage: Hoher 'Return on Investment'

Bei Verhandlungen um die Sprechergage sei zu bedenken, dass kaum ein anderer Posten im Produktionsbudget einen vergleichbar hohen 'Return on Investment' bietet, wie eine professionelle Stimme. Eine gut geführte, professionelle Stimme ist immer mindestens produktionsprägend, meistens sogar das Produkt hochwertig veredelnd.

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Rechteerwerb immer maßgeschneidert!

Das generelle Prinzip, Sprechergagen immer lizenzbasiert auf Basis der benötigten Nutzungsrechte zu kalkulieren, wirkt auf Branchenneulinge mitunter umständlich und unbequem, da spätere Änderungen der Nutzungsarten sukzessiv nachberechnet werden müssen. Positiv betrachtet, ermöglicht dieses Prinzip dem Auftraggeber jedoch, jeweils nur genau die Rechte zu erwerben und zu bezahlen, die er tatsächlich benötigt.

Ein anschauliches Beispiel: Warum sollte ein Auftraggeber, der eine Stimme für einen Präsentationsfilm benötigt, die deutlich kostspieligeren Rechte zur einjährigen Verwendung der Sprache in einem TV-Spot erwerben?

Gleichzeitig bieten die Gagenlisten vor allem im Segment Werbung Verwertungserweiterungen an, nach denen smarte Pakete sowie unbegrenzte Laufzeiten oder unbegrenzte territoriale Auswertungen erworben werden können.

Ein komplett uneingeschränkter Erwerb aller erdenklichen Nutzungsrechte an den Aufnahmen durch einen einmaligen Festpreis (im Gedanken eines vollumfänglichen "Total Buyouts"), sehen die Gagenempfehlungen nicht vor, da dies aus kalkulatorischer Sicht immer einen Blindflug darstellen würde, der sich rechnersich schnell in luftigste 6-stellig Höhen oder mehr erheben könnte - zumal Total-Buyout-Regelungen häufig rechtlich angreifbar sind (siehe auch VDS-Glossar 'Total Buyout').

Zudem könnte ein uneingeschränktes Lizenzpaket rechnerisch niemals günstiger sein, als die Summe der tatsächlich benötigten Einzellizenzen.

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Sprecher:innen und Studios - gehören zusammen

Sprecher:innen brauchen die Studios - Studios brauchen die Sprecher:innen! Auch wenn es sich um zwei ganz unterschiedliche Businessmodelle und Berufsgruppen handelt, genießen beide Seiten eine gute und kollegiale Zusammenarbeit und sehen sich durchaus als Partner, die nur gemeinsam ein hochwertiges Produkt anbieten können.

Aus diesem Grund bieten viele Studios ihren Kunden den Service an, die komplette Sprecher-Abwicklung zu übernehmen: vom Casting über die Voranfragen, die Gagenkalkuation, die Buchung bis hin zur Abrechnung, und der Klärung zusätzlich abzuführender Abgaben.

Dieser klassische Service vieler Studios ist für alle Seiten von Vorteil:
Für den Kunden bedeutet es, dass er sich nicht selber einen Überblick über das große Angebot unterschiedlicher Stimmen machen muss, diese abtelefonieren und sich um Terminfindungen, Abrechnungsmodalitäten und zusätzliche Abgaben kümmern muss...
Für die Sprecherin oder den Sprecher bedeutet es, mit dem Studio einen erfahrenen Ansprechpartner an der Seite zu haben, der direkt alle Details der Zusammenarbeit mitdenkt und die Sprecherperspektive kennt...
Und für die Studios bedeutet es, dass komplexe Produktionsabläufe in den eigenen Händen bleiben und sie diesen Service als Extraleistung berechnen können.

Alternativ beauftragen Kunden Sprecher:innen mitunter eigenständig und direkt. In diesem Fall entstehen für den Kunden umfangreiche neue Verantwortlichkeiten, um die Anforderungen an eine professionelle Audioproduktion gut zu erfüllen und mitunter kostspielige Fehlplanungen zu vermeiden.

Nicht wenige Sprecher:innen bieten sich auch mit eigenem Studio an. Mit Blick auf das kollegiale Miteinander zwischen Studio und Sprecher:in, ist dies jedoch aus dem Konkurrenzgedanken heraus ein zweischneidiges Schwert: Sprecher:innen mit eigenem Studio sollten darauf achten, ihre Studioleistung nicht unterpreisig als kleinen Bonus mit anzubieten, sondern den Wert einer guten Studioarbeit angemessen berechnen. Nicht zuletzt beinhaltet die Produktion eines hochwertigen sendefähigen Audiotracks weit mehr, als die reine Sprachaufnahme. Kein Sprecher sieht die eigene unbearbeitete Roh-Aufnahme gerne veröffentlicht.

Aus diesem Grund bieten viele Sprecher:innen ihr eigenes Studio nur zurückhaltend an, vermitteln gerne den Kontakt zu professionellen Partnerstudios und nutzen ihre eigenen Infrastrukturen primär dazu, sich remote in andere Studios zu schalten.

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sprecherpreise.de als eigenen Service nutzen

sprecherpreise.de ist sehr darauf bedacht, unabhängig und berufsübergreifend der gesamten Branche als seriöse Informationsquelle zu zur Verfügung zu stehen. Die Kalkulationstransparenz, die durch sprecherpreise.de entsteht, gibt somit beiden Seiten - Sprecher:innen wie Auftraggeber:innen – das gute Gefühl, sich sicher und verlässlich informiert zu haben, um grobe Fehlkalkulationen - nach oben wie nach unten - zu vermieden.

Wenn Du diesen Vorteil von sprecherpreise.de aktiv für Deine tägliche Arbeit nutzen möchtest, verweise bei Deiner Gagengestaltung einfach auf uns. Wie das am Elegantesten geht, erklären wir auf folgender Seite:

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Branchenverbände

Da den auftraggebenden Produktionsfirmen als einzelner Freiberufler meist wenig entgegenzusetzen ist, haben sich im Laufe der Zeit mehrere Verbände als Interessensgemeinschaften gegründet. Das gute Standing, das professionell Sprechende durchaus genießen, hat der Berufsstand nicht zuletzt der Existenz und der guten Arbeit dieser verschiedenen Berufsverbände zu verdanken. Durch sie wird der kollegiale Gedanken der Sprecher:innen untereinander unterstützt und gepflegt, sowie das Gagenniveau insgesamt gefestigt. Man blicke zum Vergleich auf den verwandten Beruf der Schauspieler:innen, der durchschnittlich als deutlich prekärer gesehen werden muss.

Jeder, der sich für eine Mitgliedschaft in einem der Verbände entscheidet, stärkt damit den gesamten Berufsstand. Im Folgenden stellen wir die drei renommiertesten Verbände vor.



Verband deutscher Sprecher:innen - VDS

Der VDS ist der größte deutsche Berufsverband, der sich ausschließlich um die Interessen von Sprecher:innen kümmert. Er beschreibt sich auf seinen Webseiten wie folgt:

"Der Verband Deutscher Sprecher:innen e.V. ist eine Berufsvertretung für alle in der Bundesrepublik Deutschland professionell tätigen freien Sprecherinnen und Sprecher – ob als Werbe-, Synchron- oder Off-Stimmen. Der Verband besteht seit 1997 und vertritt aktuell über 450 Mitglieder.

Der VDS versucht, Sprecherinnen und Sprechern die tägliche Arbeit zu erleichtern, sie zu fördern und ihnen bundesweit Rechtssicherheit zu geben. Das gilt für Fragen der Rechnungsstellung genauso wie für die Fragen des Sozial-, Steuer-, Leistungsschutz- und Arbeitsrechts."

Quelle: www.sprecherverband.de | Stand April 2022


Interessenverband deutscher Schauspieler - IDS

Der IDS kümmert sich als Schauspielverband ebenfalls um einige sprecherspezifische Belange. Er beschreibt sich auf seinen Webseiten wie folgt:

"Der IDS vertritt seit über 30 Jahren Schauspieler in allen ihren zahlreichen Betätigungsfeldern - seien sie auf der Bühne, vor der Kamera, im Rundfunk, im Synchronstudio oder auch selbständig tätig. Zudem setzt sich der IDS dafür ein, zu einem positiven wirtschaftlichen Umfeld für die Schauspieler beizutragen, eine adäquate soziale Absicherung aller Schauspieler sicher zu stellen, vernünftige rechtliche Rahmenbedingungen für den Berufsstand zu etablieren und die fachliche Kompetenz seiner Mitglieder zu fördern. Der IDS betreibt zur Durchsetzung seiner Ziele engagierte Öffentlichkeitsarbeit und beteiligt sich aktiv in der Sozial- und Rechtspolitik. Wir setzen uns ein!"

Quelle: www.ids-ev.eu | Stand April 2022


Bundesverband Schauspiel - BFFS

Der BFFS vertritt in erster Linie Schauspieler:innen, somit aber auch die Interessen des verwandten Berufs Sprecher:in. Er beschreibt sich auf seinen Webseiten wie folgt:

"Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspieler*innen in Deutschland.

Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbssituation der Künstler*innen berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

Über 3.800 Mitglieder zählt der BFFS inzwischen (Stand Januar 2022) und ist damit in Deutschland der mitgliederstärkste Berufsverband der deutschen Kino- und Fernsehlandschaft und die größte Schauspielerorganisation."

Quelle: www.bffs.de | Stand April 2022