SPRECHERGAGEN
WERBUNG - Rechenbeispiele

Hier ein paar Rechenbeispiele, um zu verdeutlichen, wie die Werbepreise der GDS in der Praxis angewendet werden:

Beispiel 1 - verschiedene Motive plus Layouts

Ein Sprecher spricht im Studio 4 Motive für ein Produkt ein:
- Einen TV-Spot, der in Deutschland ausgewertet werden wird,
- Einen zweiten TV-Spot, der in Deutschland und Österreich ausgewertet wird und
- Zwei Textvarianten, die nicht ausgewertet werden.
In diesem Fall erhält der Sprecher laut GDS folgende Gage:
3 x 600 Euro (TV-Spot national (DE+DE+AU))
+ 2 x 250 Euro (TV Layout)
= 2.300 Euro Gesamtgage

Beispiel 2 - Verwertung verlängern bzw. ausweiten

Der Sprecher aus Beispiel 1 erhält ein Jahr später einen Anruf vom Auftraggeber: Die damals eingesprochenen Spots sollen ein weiteres Jahr geschaltet werden. Zusätzlich soll der erste Spot auch noch im Internet als PreRoll geschaltet werden:
In diesem Fall erhält der Sprecher laut GDS folgende Gage:
1 x 2.300 Euro (100% Nachgage für das komplette Paket für das Folgejahr)
+ 600 Euro (TV-Spot im Internet bzw. ein weiteres Medium)
= 2.900 Euro Gesamtgage

Beispiel 3 - Session Fee ohne Verwertung

Ein Auftraggeber vereinbart mit einem Sprecher eine Studiosession für eine neue TV-Campagne, die nach der "Session Fee" (siehe Werbung ohne Verwertungsrechte) abgerechnet werden soll. Die Session dauert 1 Stunde und 20 Minuten. In dieser Zeit werden eine Vielzahl von Motiven (Textvarianten) ausprobiert.
In diesem Fall erhält der Sprecher laut GDS folgende Gage:
600 Euro (Session Fee 1. angefangene Stunde voll berechnet)
+ 300 Euro (Session Fee ab der 2. Stunde pro angefangene halbe Stunde berechnet)
= 900 Euro Gesamtgage
Mit dieser Gage ist nur die Studiozeit des Sprechers abgegolten. Der Auftraggeber erwirbt keine Verwertungsrechte an den Aufnahmen. Die Anzahl und Art der eingesprochenen Motive spielt in diesem Fall keine Rolle.

Beispiel 4 - Session Fee Verwertung

Der Auftraggeber aus Beispiel 3 beschließt, 4 TV Spots aus der Aufnahme-Session zu schalten (jeweils TV / national / 1 Jahr).
In diesem Fall empfiehlt die GDS eine Berechnung der Sprechergage nach folgendem Prinzip:
(Nur) dem 1. verwerteten Spot wird eine Layoutgage von 250 Euro aus der Sessen Fee angerechnet.
Ab dem 2. verwerteten Spot muss eine 100%ige Gage pro Spot gezahlt werden.
Das heißt: Der Sprecher erhält zusätzlich zu der bereits geflossenen Gage von 900 Euro aus Beispiel 3:
1 x 350 Euro (1. TV Spot national 600 Euro abzüglich 1 Layout 250 Euro)
+ 3 x 600 Euro (2. bis 4. TV Spot national / 600 Euro pro Spot)
= 2.150 Euro Gesamtgage

Die hier genannten Gagen sind dem Branchenstandard Gagenliste Deutscher Sprecher (GDS) entnommen.
Weitere Erklärungen zu den Preisen und Begriffen unter Wissenswertes und Begriffserkl√§rungen.