Das Gagenprinzip

Wie berechnen sich Sprechergagen generell?

Die übliche Sprechergage berechnet sich grundsätzlich aus der Frage, wie die Sprachaufnahme verwendet bzw. genutzt werden soll.

Ein Sprecher verkauft in den meisten Fällen nicht seine Arbeitszeit im Studio, sondern klar definierte Lizenzen (Nutzungs- bzw. Verwertungsrechte) für die Verwendung seiner aufgenommenen Stimme.

Somit sind die wichtigsten Fragen bei der Berechnung von Sprechergagen:
- WAS soll gesprochen werden (z.B. Werbung, Imagefilm, Hörspiel, Dokumentarfilm...)
- IN WELCHEM MEDIUM soll die Aufnahme verwendet werden (z.B. TV, Radio, Internet, Prsäentation...)
- WIE LANGE soll die Aufnahme verwendet werden (z.B. 1 Jahr, unbegrenzt...)
- IN WELCHEM TERRITORIUM soll die Aufnahme verwendet werden (z.B. regional, national, deutschsprachiger Raum...)

Erst wenn all diese Fragen beantwortet sind, kann eine finale Sprechergage ermittelt werden.
Steht zum Zeitpunkt der Sprecher-Anfrage noch nicht genau fest, in welchem Umfang eine Aufnahme letztlich verwertet werden soll (was vor allem im Segment Werbung häufig vorkommt), wird eine sogenannte 'Layoutgage' angesetzt. In dem Fall werden fürs erste keine Verwertungsrechte veräußert. Bei Bedarf müssen diese nachträglich erworben werden. In diesem Fall steht der Auftraggeber dem Sprecher gegenüber in der Pflicht, die benötigten Rechte vor der Nutzung unaufgefordert vom Sprecher zu erwerben.
Das gleiche Prinzip gilt, sollte eine Aufnahme nachträglich umfangreicher ausgewertet werden, als ursprünglich vereinbart.

Auf diesen Seiten werden Einzelpreise dargestellt, die für die Sprechergagenkalkulation wie ein Bausatzprinzip zu dem gewünschten Auswertungsumfang zusammen addiert werden. Darüber hinaus gibt es Paketpreise für komplexere Auswertungsformen.