SPRECHERGAGEN
WEBVIDEOS, INDUSTRIE- UND IMAGEFILME

Dieser Bereich ist so vielfältig wie kaum ein anderer. Er deckt sowohl den kleinen, in liebevoller Familienarbeit hergestellten Imagefilm für die Facebook-Seite der Bäckerei aus der Nachbarschaft ab, wie auch den hochbudgetierten Corporate Film einer berühmten Global Player Marke. Es ist daher schwierig, eine allgemeingültige und immer passende Gagenempfehlung auszusprechen. Jeder Auftrag muss beim Kalkulieren sehr individuell bewertet werden.
Folgende Preise empfiehlt die Gagenliste Deutscher Sprecher (GDS):

Webvideo / Industriefilm

bis 5 Minuten zeitlich unbegrenzte Verwertung 500 Euro
bis 15 Minuten zeitlich unbegrenzte Verwertung 700 Euro
Trailer etc. 1 Jahr 350 Euro

Die oben genannten Preise beziehen sich auf eine klassische Auswertung als Image- beziehungsweise Industriefilm im Internet (online abrufbar aber nicht geschaltet (Pre-Roll)), per DVD etc.
Soll ein Film darüber hinaus auf Präsentationen, Messen und/oder POS (Point of Sale) ausgewertet werden, müssen folgende Gagen zusätzlich im Paket erworben werden:

Paket: Präsentationen, Messen und POS

mit Bild einmalig (Präsentation, Messe) / regional (POS) 1 Jahr 500 Euro
mit Bild mehrfach (Präsentationen, Messen) / national (POS) 1 Jahr 600 Euro
ohne Bild einmalig (Präsentation, Messe) / regional (POS) 1 Jahr 350 Euro
ohne Bild mehrfach (Präsentationen, Messen) / national (POS) 1 Jahr 450 Euro


Alternative Gagenliste: GDS-VDS

Der Verband Deutscher Sprecher (VDS) hat eine eigene, in wenigen Punkten leicht modifizierte Version der GDS veröffentlicht, die GDS-VDS, in der vor allem der Punkt 'Image- und Industriefilm' abweicht.
Beide Preislisten (GDS und GDS-VDS) sind etabliert und kommen in der Praxis häufig zur Anwendung.

Die GDS-VDS empfiehlt für 'Image- und Industriefilme' folgende Sprechergagen:
- bis 2 Minuten - 300 Euro
- bis 5 Minuten - 400 Euro
- je weitere 5 Minuten - 100 Euro
Darin enthalten sind die zeitlich unbegrenzten Verwertungsrechte für: Internet (ohne Schaltung), Präsentationen, Messen, App, DVD...
Darin explizit NICHT enthalten ist eine POS-Auswertung sowie eine Schaltung (Pre-Roll oder Broadcast) der Filme.

Werbung oder nicht Werbung?

Ein Imagefilm lässt sich nicht immer eindeutig von der Werbung trennen, denn die Grenzen sind fließend.
Spätestens, wenn ein Video 'geschaltet' wird (broadcast, Pre-Roll, eingebettet etc.), wird es eindeutig als Werbung eingedornet und sollte nach den klassischen Werbegagen kalkuliert werden.